Neues aus dem Dekanat

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Wie ich die Klimaerwärmung verhindert habe!

Januar 21st, 2010 von Olaf Winkelhake · 3 Kommentare

steckdose.jpg

Falls Sie genauso ökologisch angehaucht und technikaffin sind wie ich, möchte ich Ihnen meine neueste High-Tech-Errungenschaft vorstellen: Den Steckdosenschalter (auch Steckdosenadapter) genannt.

Jetzt sagen Sie: hab ich doch schon an meiner Schaltleiste. Ich auch. Hab aber nie dran gedacht, die dann auch auszuschalten, weil die Schaltleiste unten auf dem Boden in der Ecke liegt. Falls es Ihnen auch so gegangen ist und Ihre Steckdose auch in Ihrem Blickfeld liegt, ist so ein Ding eine gute Anschaffung. Dürfte sich ziemlich schnell amortisieren, weil die Netzteile auch “ausgeschaltet” Strom saugen, wenn man nicht wirklich die Stromzufuhr unterbricht.

Gibt es auch im Super- oder Baumarkt.

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3 Antworten bis jetzt ↓

  • 1 Florian // Jan 22, 2010 at 12:15

    Sehr geehrter Dekan,

    grundsätzlich sollte erst mal geklärt werden, was die Klimaerwärmung erzeugt. Natürlich ist das was sie vorstellen sinnvoll, aber selbst wenn ein Großteil der Bevölkerung diese Steckdosen nutzen würde, verhindert das nicht zwangsläufig die Klimaerwärmung. Ich bitte alle Leser die Interesse an diesem Thema haben, folgenden link zu lesen:

    http://www.welt.de/wissenschaft/umwelt/article5528858/Ein-Physiker-erschuettert-die-Klimatheorie.html

    Ich hoffe sie können meinen Einwand nachvollziehen. Denn meiner Meinung nach sollte man sich nicht von der öffentlichen Meinung zum Thema Klimaerwärmung (fehl)leiten lassen.

    Grüße

  • 2 winkelhake // Jan 22, 2010 at 13:56

    @Florian: Ich fürchte, Sie haben die Ironie nicht bemerkt ;)
    In jedem Fall sparen die Dinger sinnlos verbratenen Strom und das finde ich wichtig.
    Das Thema “Klimaskeptiker” finde ich ebenfalls spannend. Weniger, weil ich die Thesen inhaltlich gut finde. Dazu kann ich als Nichtexperte wenig sagen. Ich finde aber das soziale Phänomen interessant.
    Mein Eindruck ist, dass es ja keine Meinung gibt, die nicht von irgend jemandem vertreten wird, sei sie auch noch so bizarr und der Vertreter noch so durchgeknallt.
    Ich denke in ein paar Bereichen (Klima gehört nicht dazu) kann ich ganz gut einschätzen, ob eine Mindermeinung Substanz hat oder nicht. Was ich in diesen Fällen häufig beobachte ist eine Art “öffentlicher Reflex”, den ich mit “Der Mainstream hat IMMER unrecht” bezeichnen möchte. Allein die Existenz von Leuten, die etwas anderes behaupten als der Mainstream löst den Reflex aus, dass das, was der Mainstream sagt, dann wohl nicht so ganz stimmen kann, denn sonst gäbe es ja diese Mindermeinung nicht.
    Ich halte diesen Reflex für gefährlich, denn natürlich gibt es “Revolutionäre”, die gegen den Mainstream schwimmen und von der Geschichte irgendwann doch recht bekommen. Aber das sind vielleicht 1%. Die restlichen 99% sind tatsächlich Spinner. Davor schützt auch ein Professorentitel nicht notwendigerweise.
    In der aktuellen Ausgabe der ZEIT befindet sich ein Interview mit Jared Diamond, einem Mediziner, der (quasi als Hobby) eine Zivilisations-Entwicklungstheorie erstellt hat, die auf der Grundannahme basiert, dass die ökonomische Entwicklung der Menschheit nicht in Amerika oder Afrika, sondern in Eurasien stattfinden MUSSTE, weil Eurasien eine West-Ost-Achse hat und keine Nord-Süd-Achse wie Afrika und Amerika. Ich habe seine Bücher gern gelesen und find das bedenkenswert. In der Geschichtswissenschaft ist er der totale Außenseiter.
    Meine Erfahrung ist, dass der Mainstream in solchen Fällen ziemlich häufig nicht allzu falsch liegt. Die Wahrscheinlichkeit, dass Jared Diamond also tatsächlich Unfug schreibt, ist also nicht ganz klein. Als Nichtexperte lese ich sowas mit Interesse, würde aber keine großen Wetten darauf abschließen.
    Insofern kann ich Ihre grundsätzliche Skepsis vollkommen teilen, möchte aber vor dem oben beschriebenen Reflex warnen.
    Der ist im Fall “Klima” insofern kniffeliger, als dass es uns allen ja letzlich egal sein kann, ob Jared Diamond Blödsinn redet oder nicht, aber wenn man der Mindermeinung “Hau wech die fossilen Brennstoffe. Ist eh noch mehr als genug da und das Klima beeinflusst es auch nicht” folgt und sich dann 2030 rausstellt, dass diese Mindermeinung völlig zu Recht eine Mindermeinung war, stünde man doch ein wenig doof da.
    Das kann man entscheidungstheoretisch schön aufdröseln. Langenbahn macht so was im Master…

  • 3 Norbertche // Feb 16, 2010 at 23:07

    Ich finde Herr Winkelhake hat hier vollkommen Recht. So lange man nichts genaues weiß, sollte man sich alle Optionen zur Rettung des Klimas offen halten. Die Zusammenhänge sind für die Forschung wohl (noch) zu komplex. Widersprüchliche Theorien sind in der Wissenschaft daher logisch.
    Wenn einer sagt, wenn du xy tust stirbst du sicher, und ein anderer behauptet das Gegenteil, und beide Theorien erscheinen plausibel, wäre es wohl lebensmüde xy zu tun. Ähnlich verhält sich das wohl mit den Klimatheorien. Wer eine Rechtfertigung für hemmungslosen Konsum sucht, wird sie finden, ohne Frage.

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