Neues aus dem Dekanat

des Fachbereichs Betriebs- und Sozialwirtschaft

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Eingangstests

Februar 23rd, 2010 von Olaf Winkelhake · 28 Kommentare

In den letzten Tagen haben mich einige eMails zum Thema “Eingangstest” erreicht, da einige Kollegen in Wahlpflichtfächern zu diesem Instrument greifen.

Mein Eindruck ist, dass vielen Studierenden nicht klar ist, wozu diese Tests dienen sollen. Daher möchte ich Ihnen dazu ein paar Worte schreiben.

Bei der Anmeldung zu Wahlpflichtfächern fährt unser Fachbereich einen sehr liberalen Kurs. Sie können sich zu diesen Fächern in jedem Semester anmelden. Die Alternative dazu ist, dass wir eine Regel aufstellen, die z.B. lautet

  • Du musst x Credits haben, um Dich anzumelden, oder
  • Du must alle Veranstaltungen im Modul y bestanden haben

 So was hatten wir auch mal, haben es aber abgeschafft, da dies in vielen Fällen den eigentlichen Zweck verfehlt hat, die Studierenden zwangsweise daran zu hindern, Veranstaltungen zu belegen, für die ihnen die Vorkenntnisse fehlen.

Also war unsere Lösung “Wenn Du meinst, dass Du das hinbekommst, melde Dich an”. Uns war damals klar, dass das zu einer zeitweiligen Mehrnachfrage nach Wahlpflichtfächern führen würde, weil jetzt neben den Fünftsemestern auch die unteren Semester diese Fächer nachfragen würden. Daher haben wir das Angebot ausgehent. Unter http://www.myrac.de/dekanbsw/?p=49 hab ich mich etwas ausführlicher zu diesem Thema “Die unteren Semester nehmen uns doch die Plätze weg!” geäußert. Ich glaube, was ich dort geschrieben habe, gilt noch immer.

Die Konsequenz aus dieser liberalen Haltung ist aber, dass die Kollegen, die Veranstaltungen anbieten, die auf anderen  Veranstaltungen aufbauen, feststellen müssen, dass viele Studierende, die dort sitzen, nicht die notwendigen Vorkenntnisse mitbringen. Die bürokratische Lösung wäre jetzt, festzulegen, dass nur der dort sitzen darf, der Veranstaltung x bestanden hat. Die Lösung, die ich vorgeschlagen habe, und die einige Kollegen so übernommen haben, war, einfach einen Test am Anfang einzufügen, in dem die Studierenden nachweisen müssen, dass sie die Inhalte, auf denen die Veranstaltung aufbaut, auch auf dem Kasten haben.

Der Sinn dieser Tests ist also nicht, die Gruppen klein zu halten, sondern der, die Studierenden, die in der Veranstaltung nichts zu suchen haben, rauszufiltern. Aus diesem Grund handelt es sich hierbei auch um einen Test, d.h. eine Prüfungsform, die keine Note hat, sondern nur “bestanden” sein muss. Insofern sehe ich dieses Tests eigentliche eher als einen Service für die Studierenden, denn es ist doch eigentlich im Interesse der Studierenden, wenn der Test ganz am Anfang der Veranstaltung sagt “Sorry, aber Dir fehlen die Basics” als wenn Sie dann in der Veranstaltung sitzen, im Semester nur schwer folgen können und dann, wegen jener fehlenden Basics, durch die Klausur rasseln.

Insofern kann ich die Argumentation - ich formulier das jetzt ein wenig böswillig ;) -  “Ich hab mich für Veranstaltung x angemeldet, aber einen Test, der prüfen soll, ob ich die Voraussetzungen dafür mitbringe, finde ich unfair” nicht ganz nachvollziehen, denn das würde doch bedeuten, dass Veranstaltungen, die auf anderen Veranstaltungen aufbauen, auch für die machbar sein müssen, die diese Veranstaltungen noch nicht belegt/gehört/gelernt haben.

Da würde ich mich aber als jemand, der das aber schon hat, verschaukelt fühlen, wenn ständig Fragen gestellt werden, die in der Aufbauveranstaltung schon abgehandelt worden sind oder der Dozent dann das Tempo so drosselt, dass auch die “Kleinen” mitkommen und für die “Großen” wenig Neues vermittelt wird.

Insofern halte ich die Idee der Eingangstests für einen guten Interessenausgleich zwischen den oberen Semestern, die die Veranstaltung, die vorausgesetzt wird, schon belegt haben und den Studierenden, die die Veranstaltung gern hören möchten und sich dann eben selbständig vorbereiten, um den Test zu bestehen - und dann bei der Veranstaltung, auf die aufgebaut wird, die Sie parallel oder vielleicht sogar später hören, einen oder zwei Gänge zurückschalten können.

Tags: Lehre · Prüfungen · Wahlpflichtfächer



28 Antworten bis jetzt ↓

  • 1 M. K. // Feb 24, 2010 at 14:07

    Prinzipiell finde ich einen Eingangstest für solche Veranstaltungen die ein gewisses Vorwissen erfordern in Ordnung. Allerdings ergibt sich in diesem Fall (Personalentwicklung) die Problematik durch das Anmeldeprocedere. Wenn sich z. B. jemand für die Veranstaltung Personalentwicklung entscheidet, nimmt er bewußt in Kauf, dass er in der Veranstaltung Change Management im besten Fall auf der Nachrückerliste landet (Zeitstempel usw.). Fällt er jetzt durch den Eingangstest bzw. ist nicht bei den oberen 20% mit dabei, schaut er bei beiden Veranstaltungen in die Röhre. Hätte man das vorher gewusst (Eingangstest), hätte man sich bei der Veranstaltung Change Management “sicher” einschreiben können und einen Monat später sich noch zusätzlich für Personalentwicklung zum Eingangstest anmelden können. Naja - werde mich jetzt mal für den Eingangstest vorbereiten, damit ich nicht bei beiden Veranstaltungen in die Röhre schaue.

  • 2 Harry // Feb 24, 2010 at 15:42

    Es geht doch den meisten Studierenden vor allem darum, dass man einen frühen Zeitstempel vergeudet, den man bei Kenntnis über den Eingangstest für ein anderes Fach hätte verwenden können, da ein früher Zeitstempel nun keinen Nutzen mehr hat.

  • 3 winkelhake // Feb 24, 2010 at 20:27

    @harry/M.T.: Ich sehe den Punkt, aber für mich klingt das immer noch nach “ich hab zwar die Voraussetzungen nicht, um erfolgreich teilnehmen zu können, will aber trotzdem dabei sein”. Wenn das so ist, stell ich mir immer noch die Frage, warum man sich dann überhaupt für diesen Kurs eingetragen hat, und auch noch auf erster Stelle…

    Was wäre denn die Konsequenz, wenn es keinen Test gäbe: Sie säßen drin, Ihnen fehlten die Basics und Sie bestünden am Ende auch nicht…

    Ich kann verstehen, dass die Erkenntnis, dass man sich ärgert, einen Kurs gewählt zu haben, für den einem die Vorkenntnisse fehlen und so seine Erstanmeldung verballert hat. Ja. versteh ich.

    Aber das hat letztlich mit dem Test nichts zu tun. Der attestiert Ihnen das nur schon zu Beginn des Semesters und erspart es Ihnen, ein Semester in einer Veranstaltung zu verplempern, für die Ihnen noch die Voraussetzungen fehlen… denn - nochmal - ob Sie nun durch den Eingangstest fallen oder durch die Abschlussklausur, weil ihnen das, was im Eingangstest abgefragt wird, fehlt, ist doch vom Ergebnis und vom Ärgerpotential her gleich…

    Soweit ich das sehe, ärgern Sie sich eigentlich nicht über den Test, sondern darüber, die “falsche” Veranstaltung auf Platz 1 gesetzt zu haben.

  • 4 M. K. // Feb 24, 2010 at 22:11

    Also jetzt nochmal Klartext!
    Es geht doch nicht um den Einstufungstest selbst. Das ist völlig in Ordnung!! Ich hoffe damit sind wir jetzt auf einer Linie. Das UNGERECHTE an dieser Situation ist doch:
    1. Die “Vertragsbedingungen” zum
    Anmeldezeitpunkt waren anders.
    2. Jeder x-belibige kann sich jetzt noch für den
    Test anmelden (egal ob Nachrückerliste oder
    nicht). Das bedeutet, dass bei geschätzt 100+
    Nachfragern ca. 70% leer ausgehen weil die
    Anzahl der Teilnehmer beschränkt ist. Also
    mal kurz nachgedacht - selbst mit guten
    Vorkenntnissen kann man evt. nicht
    mitspielen.

    Fazit: Es hätte wahrscheinlich überhaupt keine Probleme gegeben wenn sich alle Parteien an die vorher bestimmten Spielregeln gehalten hätten.

  • 5 Harry // Feb 24, 2010 at 22:12

    Das Einzige was auf mich zutreffen könnte, ist der letzte Absatz Ihres Kommentars. Ich ärgere mich, dass man den Premiumzeitstempel “für umme” verplempert hat.

  • 6 winkelhake // Feb 25, 2010 at 08:59

    @NK: Jetzt hab auch ich es kapiert ;)

  • 7 T.B. // Feb 25, 2010 at 10:38

    Das sehe ich genau so.
    Die einzige Problematik hier, ist doch die, dass zum Anmeldezeitpunkt andere Voraussetzungen herrschten. (Fall Perosnalentwicklung - Chanagemanagement)
    Ich befürworte auf jeden Fall den Test, somit wird wirklich eine bessere Abgrenzung stattfinden.
    Ich kann M.K. nur zustimmen.

  • 8 M. K. // Feb 25, 2010 at 10:41

    :laola:

  • 9 Anonymous // Feb 26, 2010 at 14:01

    Ich möchte mich MK anschließen, und zusätzlich noch darauf hinweisen, dass bei Personalentwicklung Gruppe 1 der Hinweis kam, dass man den Kurs nur nach ABSCHLUSS des 5. Semesters besuchen darf, und Gruppe 2 nur bei ABSCHLUSS des 4. Semesters.
    Damit dürften eigentlich keine Studenten in dem Kurs sein, die die erforderlichen Vorkenntnisse nicht bestitzen.

    Wenn ich mir aktuell Gruppe 2 Anschaue, sind da über 110 Leute drin (inkl. Warteliste). Nun muss ich, die es in die Gruppe geschafft hat, also hoffen, dass mindestens 80 Leute B10 nicht gemacht haben bzw. wenn sie es schon gemacht haben die abgefragten Sachen schlechter im Kopf haben als ich?
    Na bravo, und dafür habe ich meine Anmeldung OHNE Zeitstempel vergeben??

  • 10 M. K. // Feb 26, 2010 at 14:48

    Hmm? War das jetzt ironisch gemeint? Und wenn nein - passiert jetzt noch was?

  • 11 winkelhake // Feb 26, 2010 at 17:02

    @mk: Falls ich gemeint war: a) nicht ironisch (ausnahmsweise ;) und b) nein.
    Wenn ich den Fall richtig überblicke, würde Kollege Sell das ganze eine Paretoverbesserung nennen.

  • 12 Anonymous // Feb 26, 2010 at 20:35

    @ Winkelhake: Wer würde denn bei einer Veränderung schlechter gestellt werden? Würde beschlossen werden das dieser Test erst ab nächstem Semester durchgeführt wird (weil es dann vor der Anmeldung bekannt ist!!) und dieses Semster bleibt es dabei das die Teilnahme in Gruppe 1 ab dem abschlossenen 5. Semester und in Gruppe 2 ab dem abgeschlossenen 6. Semester erlaubt ist (so wie es vor der Anmeldung angekündigt war!) ist es doch eigentlich nur fair für alle oder!?!

    Ich verstehe das langsam echt nicht mehr - mir kommt es an der FH immer mehr so vor, als könne jeder Prof. tun und lassen was er möchte!

  • 13 T.B. // Feb 26, 2010 at 21:23

    Also mittlerweile sehen ich dies als einen schlechten Witz! Wir als Studenten müssen darum kämpfen wegen dem komischen Anmeldeverfahren in einen Kurs zukommen und müssen uns auch noch an die Vorgaben zu dem Zeitpunkt halt und später fällt dem Prof. ein das wird anders gemacht. Toll!
    Kann ich das dann demnächst auch?
    Ich schreib eine Klausur und drei Wochen später fällt mir ein, ich könnte das doch anders machen.
    Der Haken an der Sache hier, ich darf das nicht!
    Wo ist denn nun die Transparenz???? Hm…..

  • 14 Anonymous // Feb 26, 2010 at 21:29

    Sorry ich meinte in meinem Posting Nr. 12 natürlich das Gruppe 2 ab dem abgeschlossenen 4. Semster (und nicht dem abgeschlossenen 6. Semester offen ist!)

  • 15 T.B. // Feb 26, 2010 at 21:30

    Außerdem kann jetzt auch das Anmeldesystem gestrichen werden. Wenn jetzt evtl. allen einfallen würde einen Aufnahmetest zu machen, ist das System doch hinfällig.
    Nur das sollte doch vorher bekannt gegeben werden!

  • 16 winkelhake // Feb 26, 2010 at 22:05

    @ Anonym + TB.

    Werfen Sie mal einen Blick in Ihre Prüfungsordnung. Steht da alles drin.

    Ist damals auch von den studentischen Mitgliedern so mit verabschiedet worden. Und ich glaube, das war eine gute Entscheidung.

    Es steht Ihnen aber natürlich vollkommen frei, Ihre Vertreter im FBR davon zu überzeugen, im FBR zu versuchen, diese Regelung in der nächsten zu verabschiedenden PO zu kippen.

    Nur: Dann wäre es auch nicht mehr möglich, statt einer Präsentation, die naturgemäß die Teilnehmerzahl begrenzt, noch mal eben auf die Prüfungsform “Klausur” umzuschwenken, um mehr Studierenden die Möglichkeit zur Teilnahme zu geben, weil da ganz viele auf der Matte stehen.

    Ich selbst habe von dieser Möglichkeit auch schon Gebrauch gemacht, weil ich die Studierenden tatsächlich fragen wollte, welche Prüfungsform sie denn haben wollen. Ginge dann halt nicht mehr.

  • 17 Anonymous // Mrz 1, 2010 at 13:33

    Die Prüfungsordnung zu zitieren hilft auch immer oder?!?

    Ich glaube hier geht es nicht darum was rechtens ist oder in irgendeinem Graubereich.

    Ich finde es eine Sache von Fairness, dass man Studenten vor dem, sowieso schon umstrittenen, Anmelden zu Wahlpflichtfächern deutlich sagt was sie zu erwarten haben.

    Naja, ich bin hier raus, ändern tut sich sowieso nichts, und es muss sich jeder selbst überlegen ob alles was rechtens ist auch gleich gut und fair ist! Ich sehe das sowohl an der Hochschule als auch im normalen Leben nun mal nicht so.

  • 18 M.K.2 // Mrz 24, 2010 at 13:14

    Hallo,

    ich habe nun den ersten Test eines Wahlpflichtfaches miterlebt und kann es als eine gute Sache bewerten. Die jüngeren Semester können daran teilnehmen, wenn sie aus entstandener Vorbildung das gleiche Wissensniveau erreicht haben und die anderen können aus ihrem erlernten Wissen der letzten Semester zurückgreifen. Ich wäre sogar in jedem Wahlpflichtfach für einen solchen Qualifikationstest, auch wenn das hier nicht nur auf zustimmende Ohren stößt. Das sollte aber keine Dauerlösung bleiben! Man sollte sich in diesem Zusammenhang darüber Gedanken machen, was den ursprünglichen Charakter einer Fh auszeichnet. Dazu gehören nicht überfüllte Räume und überlaufene Fachbereiche.

  • 19 M.K. // Mrz 25, 2010 at 19:07

    Habs geschafft. Bin drin. Juhu!

  • 20 TW // Mrz 28, 2010 at 15:20

    DAS Hauptproblem bei den Wahlpflichtfächern liegt darin das so strikte Teilnehmerbegrenzungen vorherrschen. Ich persönlich habe es geschafft mich dieses Sem. für 4 Fächer anzumelden. Ich sehe das so das die FH die Leistung der Lehre hier verweigert. Dies kann nicht rechtens sein! Zum einen geht der Sinn verloren WAHLpflichtfächeranzubieten da man Irgendwas wählen muß damit man in 10 Jahren nicht immernoch studiert. Zum anderen MUß man länger studieren wenn man an Teilmodulen nicht teilnehmen darf. Als eingeschriebener Student sollte mir das recht zu studieren nicht verweigert werden.
    Hier sollte schnellstmöglich eine Lösung hervorgebracht werden!!!
    Die Teilmodule welche mit Klausuren bewertet werden kann man mitschreiben ohne am Unterricht teilnehmen zu dürfen. Ziemlich suspekt. Wenn ich dann nicht bestehe? Darf ich dann rechtliche Schritte einleiten da die Lehre verweigert wurde? Und die Teilmodule mit Vortrag? Da kann man auch nicht teilnehemen.
    Also, schlußendlich. Die FH verweigert die Leistung! Wo bleibt die Lösung?

  • 21 winkelhake // Mrz 28, 2010 at 20:17

    @TW:

    Ich finde Ihre Argumentation ehrlich gesagt, etwas eigenartig.

    1. Wenn ich das nächste Mal auf der A59 im Stau stehe, sage ich auch “Der Staat verweigert mir Leistung. Wo bleibt die Lösung?”

    2. Wenn ich das nächste Mal bei der Sonderaktion bei ALDI vor der leeren Palette stehe und die “Wasweisichs” weg sind, stelle ich mich vor die Kasse und rufe “ALDI verweigert mir seine Leistung. Wo bleibt die Lösung?”

    Meine Erfahrung ist, dass die Welt eher nicht so funktioniert.

    Dass Sie nicht die Fächer bekommen haben, die Sie gern gehabt hätten, ist nicht schön, aber in einer Welt mit endlichen Ressourcen meist schwer zu vermeiden.

    Ich kann auch gut verstehen, dass Sie, vor dem Hintergrund der Veranstaltungen mit vielen Teilnehmern auch mal gern was in kleineren Gruppen mit einer anderen Didaktik hätten.

    Das könnten wir Ihnen auch flächendeckend bieten und nicht nur so punktuell, dass nicht alle, die gern wollen, einen Platz bekommen.

    Sie haben ja nach Lösungen gefragt. Da hab ich zwei für Sie, bei denen jeder alles bekommt, was er gern hätte:

    1. Entweder eine Regierung wählen, die die Bildungsausgaben mindestens verdoppelt oder
    2. (grob über den Daumen gepeilt) 3.000 bis 5.000 Euro Studiengebühren pro Semester zahlen.

    was drittes fällt mir leider spontan nicht ein, aber vielleicht haben Sie eine Gelddruckmaschine im Keller oder können Professoren klonen.

    Sorry für den Sarkasmus, aber Statements wie das Ihre bringen uns einfach nicht weiter.

    Ein Großteil meiner Arbeit als Dekan ist, das Maximumsprinzip anzuwenden, d.h. mit den Ressourcen, die der Fachbereich eben hat, das Bestmögliche rauszuholen. Ich will nun nicht sagen, dass uns das am Fachbereich schon perfekt gelingt, aber ich denke, wir sind dabei schon ziemlich gut.

    Die Regel, dass man Klausuren auch ohne Veranstaltungsteilnahme besuchen kann, war übrigens ein dezidierter Wunsch Ihrer Kommilitonen. Aus prüfungsrechlicher Sicht denke ich, dass Sie auch einen Anspruch darauf haben, aber ich stimme Ihnen zu, dass es wahrscheinlich deutlich schwerer sein dürfte, zu bestehen. Aber wenn wir Ihnen schon keinen Platz in diesem speziellen Fach anbieten können (einen rechtlichen Anspruch haben Sie ganz eindeutig nicht) dann ist das mindeste, was wir Ihnen bieten können, eine Klausurteilnahme, wenn es denn um Klausuren geht. Bei Präsentationen ist es doch klar, dass die Teilnehmerzahl begrenzt ist. Dividieren Sie einfach die Wochenzahl durch die Zahl der Präsentationen pro Termin.

    Ich empfehle Ihne übrigens, die Sendung “Campus und Karriere” im Deutschlandfunk. Jeden Tag 14.35-15.00. Gibts auch als Podcast. Das könnte den Horizont vielleicht erweitern. Ich will nicht sagen, dass am RAC alles Gold ist, aber an einigen Stellen finde ich, dass die Studis auf ganz schön hohem Niveau jammern und vielleicht eine Probewoche an einer anderen Hochschule ganz lehrreich wäre.

  • 22 T.B. // Apr 1, 2010 at 08:12

    Bin auch drin. Hab es geschafft. :-)

  • 23 T.B. // Apr 1, 2010 at 08:16

    Aber mal zur Lösung des Problems:
    Es ist schwierig da eine perfekte Lösung zu finden, entweder jammern dann die Einen oder halt dann die Anderen. Es ist wirklich schwer dies jedem recht zu machen.
    Vielleicht könnte der Fachbereichsrat bei der nächsten Sitzung mal darüber diskutieren.
    Und eventuell eine Lösung angehen.

  • 24 winkelhake // Apr 1, 2010 at 08:47

    @TB: Kann man gern auf der nächsten FBR-Sitzung machen. Würde ich aber nur tun, wenn es einen neuen Lösungsvorschlag gibt, denn sonst sitzen wir nur da und klagen uns gegenseitig unser Leid, denn das ganze macht ja keinem Spass ;)

  • 25 Dani // Apr 2, 2010 at 12:11

    Ich glaube einfach, es wäre sehr viel hilfreicher, wenn in den Sylabus ein Punkt anmeldeverfahren aufgenommen wird. Hier soll dann jeder Dozent die verbindliche Aussage machen, welches Verfahren er möchte. Verbindlich heißt aber auch, dass er sich daran halten muss. Sicher sind individualabreden bei Klausurform usw. machbar, aber gerade im Bereich der Anmeldung sollte das Ganze bindend sein. Denn es gibt nun mal viele Dozenten, bei denen eine Anmeldung nötig ist, die aber im Grunde jeden rein nehmen bzw. deren Teilnehmerzahl stetig erhöht wird. Wenn ich weiß, das Dozent A und B jeden Studenten der kommt in ihren Kurs nehmen, würde ich mich dort auch nicht zuerst anmelden. Ich weiß, bei vielen Dozenten ist das bekannt, aber halt nicht bei allen. Manche Dozenten ändern das auch im Laufe der Zeit. Da wäre doch eine generelle Übersicht hilfreich. Und wie gesagt eine gewisse Bindung an seine Aussagen.

    lg

  • 26 winkelhake // Apr 2, 2010 at 12:49

    @Dani,
    hmmmm…. ich hab die Syllabi nicht alle im Kopf, aber da gibts doch “Gruppengröße” und “Bewertung” und wenn die “richtig” ausgefüllt sind, müsste man doch die Info, die ich auch wichtig finde, daraus herleiten können…

    Klar. Wenn ich das nicht ausfülle, dann weiß das keiner im Voraus. Aber dann hilft ein Extrafeld, dass ich dann vermutlich auch nicht ausfüllen werde, auch nicht weiter ;)

  • 27 Absolvent 2010 // Apr 8, 2010 at 13:21

    was mir dazu einfällt:

    1.) das Problem entstand dadurch, dass jetzt auf einmal jeder jeden Kurs machen kann -> vorher musste man erst etwas geleistet haben, z.B. für B10 erst B1 bis B9.

    2.) durch die Korrektur der Test entsteht ein Mehraufwand auf Seiten der Profs.

    3.) Studenten müssen wieder erlernten Stoff anpacken, um den Test zu bestehen (und jetzt bitte nicht sagen: “einmal gelernt muss man können” etc. -> ich habe teilweise gar keine Ahnung mehr von dem, was ich in der Kürze der Zeit auswendig lernen musste (anderen gehts auch so)

    4.) Vielleicht hat das ganze doch ein Gutes: das Aussieben von leistungsschwachen Studenten, die lieber mal eine Berufsausbildung etc. gemacht hätten mit dem Ziel, dass am RAC das Niveau wieder steigt. -> zu meinen Zeiten war eine 2,x ein Wunder in TGL, heute schreibt jeder Depp das mit 1,x … gleiches gilt für Mathe etc. Und diese und weitere Leute schließen mit deutlich besseren Endnoten ab, obwohl sie eigentlich viel weniger können….

    5.) Mir solls egal sein, bin jetzt fertig mit dem Studium. Sollte nur mal als Denkanstoß dienen

  • 28 Student01 // Apr 16, 2010 at 16:43

    ….wenn ich mir die Kuschelnoten der 1. und 2. Semestler angucke, dann mache ich mir schon Gedanken, welchen Wert “mein Abschluss” in Zukunft hat. Mit wie wenig Aufwand und Niveau der letzte Depp in Mathe etc. eine 1,x erreicht ist eigentlich nur noch mit Galgenhumor zu ertragen!

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